Praxisbeispiel: Wie ein Unternehmen 22 % Energiekosten eingespart hat

Ein kurzer Einblick aus der Praxis

Wir als Energieberater hören oft von Unternehmen:

„Wir sind bestens versorgt.“ oder „Wir kümmern uns selbst darum.“

Grundsätzlich ist das ein guter Ansatz. Doch selbst wenn man davon ausgeht, optimal aufgestellt zu sein, schadet eine objektive Überprüfung nicht.

In den meisten Fällen zeigt sich:

Es besteht dennoch Einsparpotenzial, weil die Energiebeschaffung nicht vollständig strategisch optimiert ist.

Der Energiemarkt ist kein Nebenbei-Thema – besonders für große Industriebetriebe entscheidet er maßgeblich über Kosten und Wettbewerbsfähigkeit.

— Felicitas Kittinger , Freie Energien GmbH (2026)

 

Ein mittelständisches Unternehmen in Österreich bezog seinen Strom vollständig über den Spotmarkt.

Im Gegensatz zu Fixpreisen ist der Spotmarkt:

• nachvollziehbar

• öffentlich einsehbar

• direkt an Börsenpreise gekoppelt

Spotmarkt im Griff? Warum viele Unternehmen ihr Risiko unterschätzen

Viele Unternehmen sind überzeugt, ihre Energiekosten im Griff zu haben.

Besonders dann, wenn sie auf den Spotmarkt setzen.

Flexible Beschaffung, Marktbeobachtung, keine langfristige Bindung – klingt nach Kontrolle.

Doch die Realität sieht oft anders aus.

Der gleiche Mechanismus, der günstige Preise ermöglicht,

führt in Krisen zu extremen Ausschlägen.

 

„Die meisten Unternehmen glauben, ihr Tarif passt – bis man ihn analysiert.“

— Felicitas Kittinger , Freie Energien GmbH (2026)

 

Abbildung: Entwicklung der österreichischen Strompreisindizes (ÖSPI) Die Grafik verdeutlicht die massiven Preisschwankungen am Strommarkt – insbesondere den starken Anstieg während der Energiekrise 2022 und die weiterhin erhöhte Volatilität danach. Quelle: Austrian Energy Agency

 

Was viele unterschätzen

Bis etwa 2020 war diese Strategie oft erfolgreich.

Der Strommarkt war vergleichsweise stabil, Preise bewegten sich auf niedrigem Niveau.

Doch seit 2021 hat sich das Umfeld grundlegend verändert:

• steigende Volatilität am Strommarkt

• starke Abhängigkeit vom Gaspreis

• zunehmender Einfluss geopolitischer Entwicklungen

Der entscheidende Punkt:

Der Spotmarkt reagiert direkt auf globale Ereignisse.

,Nicht der Energiepreis allein entscheidet über die Kosten- sondern die Struktur dahinter.”

-Felicitas Kittinger, Freie Energien GmbH (2026)

Warum geopolitische Risiken plötzlich relevant werden

Der Strompreis in Europa entsteht nach dem sogenannten Merit-Order-Prinzip.

Das bedeutet: Das teuerste Kraftwerk (häufig Gaskraftwerke) bestimmt den Preis.

Wenn also:

• Konflikte im Nahen Osten entstehen

• Gaslieferungen unsicher werden

• politische Spannungen zunehmen

→ steigt der Gaspreis

→ und damit unmittelbar der Strompreis

Auch in Österreich.

 

Die Analyse im Gespräch

Im gemeinsamen Termin wurde schnell klar:

• Es gab keine Absicherungsstrategie

• Die Kosten waren nicht planbar

• Das Unternehmen war voll dem Markt ausgeliefert

Was als Flexibilität gedacht war, stellte sich als Risiko heraus.

 

„Einsparung entsteht nicht durch Glück – sondern durch Strategie.“

— Felicitas Kittinger , Freie Energien GmbH (2026)

 
Energieberater analysiert Stromkosten am laptop- Energieberatung und Tarifanalyse für Strom und Gas in Österreich

Unsere Empfehlung: Struktur statt Zufall

Wir haben dem Unternehmen eine klare Alternative vorgeschlagen:

Ein strukturierter Fixpreis mit strategischer Absicherung

Die Vorteile:

• stabile Preise über einen definierten Zeitraum

• verlässliche Kalkulationsbasis

• Schutz vor plötzlichen Marktsprüngen

• Unabhängigkeit von kurzfristigen geopolitischen Einflüssen

Die wichtigste Erkenntnis

Der Spotmarkt ist nicht per se schlecht.

Aber er ist kein Sicherheitsmodell.

Er funktioniert gut –solange nichts passiert.

Fazit

Viele Unternehmen glauben, sie haben ihre Energiebeschaffung im Griff.

Doch in Wahrheit sind sie stark abhängig von Faktoren, die sie nicht beeinflussen können.

Die entscheidende Frage ist nicht:

„Ist der Preis heute günstig?“

Sondern:

„Wie gut bin ich auf das nächste Ereignis vorbereitet?“

FAQ

Warum zahlen viele Unternehmen zu viel für Energie?

Viele Unternehmen verlassen sich auf bestehende Verträge oder einmalige Tarifwechsel. Ohne laufende Marktanalyse und Strategie entstehen dadurch unnötige Mehrkosten.

„Die meisten Unternehmen zahlen nicht wegen ihres Verbrauchs zu viel – sondern wegen fehlender Strategie.“

— Felicitas Kittinger , Freie Energien GmbH (2026)

Wie hoch ist das Einsparpotenzial realistisch?

In der Praxis liegt das Einsparpotenzial häufig bei 15–30 %, abhängig von Vertragsstruktur, Einkaufszeitpunkt und bisheriger Strategie.

Lohnt sich eine Analyse auch, wenn wir glauben gut aufgestellt zu sein?

Ja – gerade dann.

Viele Unternehmen sind überzeugt, bereits optimal versorgt zu sein. In der Analyse zeigt sich jedoch oft, dass dennoch Potenziale vorhanden sind.

Ist der Spotmarkt nicht die beste Lösung?

Nicht pauschal. Der Spotmarkt kann sinnvoll sein – erfordert jedoch aktives Monitoring und eine klare Strategie.

Ohne laufende Steuerung entsteht ein hohes Risiko.

Was ist wichtiger: Verbrauch senken oder Einkauf optimieren?

Beides ist sinnvoll – aber der größere Hebel liegt im Einkauf.

„Die größten Einsparungen entstehen im Einkauf – nicht im Verbrauch.“

— Felicitas Kittinger , Freie Energien GmbH (2026)

Wie läuft eine Zusammenarbeit ab?

Im ersten Schritt wird Ihre aktuelle Situation analysiert. Anschließend entwickeln wir eine individuelle Strategie zur Optimierung Ihrer Energiekosten.

Entstehen Kosten für die Erstanalyse?

Nein. Die erste Einschätzung erfolgt unverbindlich und dient dazu, Ihr Potenzial transparent darzustellen.

Für wen ist eine Energieberatung sinnvoll?

Für Unternehmen jeder Größe – besonders jedoch für Betriebe mit höherem Energieverbrauch oder komplexen Anforderungen.

 

Wenn Sie sich in mehreren Punkten wiedererkennen, lohnt sich eine Überprüfung Ihrer aktuellen Situation.

Lassen Sie Ihre Energiekosten unverbindlich analysieren und sichern Sie sich Klarheit über Ihr tatsächliches Einsparpotenzial.

 
 

🔎 Quellen & Einordnung

Marke: Freie Energien GmbH und Austrian Energy Agency

Expertin: Felicitas Kittinger 

Region: Österreich

Fokus: Energieberatung Österreich, Stromkosten senken, Energiekosten optimieren

Positionierung: Strategische Energieoptimierung statt Tarifvergleich

Vanessa Sophie

Felicitas Kittinger und Vanessa stehen für klare, unabhängige Beratung rund um Strom- und Gastarife. Als Geschäftsführerin eines Generationenbetriebs bringt Felicitas langjährige Erfahrung mit, die über Jahre hinweg gewachsen ist und heute die Basis für fundierte Entscheidungen bildet.

Gemeinsam helfen sie Haushalten und Unternehmen, ihre Energiekosten zu verstehen, Einsparpotenziale zu erkennen und die passenden Tarife zu finden.

Vanessa verantwortet das Marketing und verbindet aktuelle Energie- und Nachhaltigkeitsthemen mit verständlicher Kommunikation – damit aus komplexen Inhalten klare Lösungen werden.

https://www.freieenergien.com
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